Meine “Tour de France” – Das Baskenland

Meine “Tour de France” – Das Baskenland

Nach langer Fahrt quer durch Frankreich erreichten wir Biarritz. Lustigerweise war ich bereits als Studentin einmal hier, damals zum Surfen und ohne zu wissen, dass meine Großmutter vor Jahrzehnten in genau diesem Ort für eine gewisse Zeit gelebt hatte. An viel mehr als ans Surfen kann ich mich allerdings beim besten Willen nicht erinnern.

Meine Recherche im französischen Baskenland basierte auf wenigen Informationen. Alles, was ich wusste, war, dass meine Großmutter nach Biarritz kam, nachdem sich die Situation im besetzten Teil Frankreichs zugespitzt hatte. Aus den vorhandenen Briefen konnte ich schließen, dass Sie damals in der Villa Kerlys gewohnt hatte.

In Biarritz angekommen, besuchte ich mit meiner Mutter einen Buchladen und fand zufällig ein Buch über die Villen von Biarritz, welches ich erstand. Mein gesuchtes Objekt fand sich nicht darin. Ich kontaktierte kurzerhand die junge, sympathische Autorin des Buches. Sie antwortete mir prompt und konnte mir spannende Informationen sowie einige wertvolle Kontakte weitergeben. So fand ich heraus, dass die Villa Kerlys, die ich suchte, direkt hinter „meinem“ Hotel in der Rue Duguesclin lag. Vom Balkon meines Hotelzimmers konnte ich auf die Villa schauen. Ein weiterer Zufall, nachdem ich in Ligny bereits zufällig auf Jean-Claude traf?

Ich spazierte durch die Straßen von Biarritz, durch das schmucke Quartier St. Charles, entlang der wunderschönen Strandpromenade und bestieg den markanten Leuchtturm. Ich ließ mich treiben. Während mein Blick über die Biskaya schweifte, fragte ich mich, an wen Klara wohl gedacht hatte, sollte sie genau an diesem Aussichtsort gesessen haben…

Nach weiteren Recherchen und einem Ausflug ins spanische San Sebastian, ging es via Côte d’Azur, wo wir einige Tage in der Nähe von St. Tropez verbrachten, zurück in die Schweiz.

Die Hilfsbereitschaft und das Interesse an meinem Projekt, welches mir an allen Stationen entgegengebracht wurde, war inspirierend und motivierend. Nach 3403 gefahrenen Kilometern, vielen wunderschönen Erlebnissen und mit einem vollen Notizbuch kehrten wir nach Hause zurück. Meine Geschichte erhielt die Tiefe, die ich mir gewünscht hatte!

Sicher bist Du nun gespannt, wer der jungen Klara die Briefe geschrieben hat. Gute Neuigkeiten!

Ab dem 2. September kann mein Roman „Gestickte Erinnerungen. Klara und Claire erzählen 1939-1945“ direkt auf Amazon als E-Book und als Taschenbuch bestellt werden. Die gebundene Ausgabe ist ebenfalls ab Anfang September auf meiner Website und natürlich an meinen Lesungen erhältlich.

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Über mich

Schon wenige Monate, nachdem ich 1983 in Winterthur geboren wurde, begann ich zu sprechen – ob zum Leidwesen oder zur Freude meiner Eltern ist nicht überliefert. Buchstaben und Worte scheinen seit jeher eine wichtige Rolle in meinem Leben zu spielen. So kam es, dass ich auch während meiner Schulzeit, die ich im zürcherischen Elgg und später im Gymnasium in Winterthur verbrachte, gerne schrieb und las. Aufsätze, Geschichten und Gedichte füllten ganze Hefte.

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